
Wenn Telefonie, Erreichbarkeit und interne Kommunikation ausfallen, sind Kundenservice, Vertrieb, Support und viele weitere Unternehmensbereiche unmittelbar betroffen. Cyberbedrohungen gehören längst zu den zentralen Risiken für Unternehmen. Dabei geraten nicht nur klassische IT-Systeme wie Server, Clients oder Webanwendungen in den Fokus. Auch Kommunikationslösungen sind Teil der geschäftskritischen Infrastruktur und müssen entsprechend geschützt werden.
Gleichzeitig verändert sich die Bedrohungslage mit hoher Geschwindigkeit: Laut BSI wurden im aktuellen Berichtszeitraum durchschnittlich 119 neue Schwachstellen pro Tag bekannt, 24 Prozent mehr als im vorherigen Berichtszeitraum. Cyberkriminelle arbeiten zunehmend arbeitsteilig, nutzen automatisierte Angriffswerkzeuge und greifen auf fertige Angriffsketten zurück. Zugangsdaten, Schadsoftware oder Exploits sind heute nicht mehr nur hoch spezialisierten Gruppen vorbehalten, sondern können im Rahmen von „Cybercrime as a Service“ vergleichsweise einfach beschafft werden. Für Unternehmen bedeutet das: Die Anforderungen an sichere, updatefähige und zuverlässig betriebene Systeme steigen weiter. Mit dem Release 2.6 für die COMtrexx stellt Auerswald ein Release bereit, das genau an dieser Stelle ansetzt. Die Soft-PBX-Lösung unterstützt ab sofort Proxmox VE als weiteren Hypervisor und verbindet damit hohe Sicherheit, digitale Souveränität und wirtschaftliche Vorteile im Betrieb, alternativ ist die COMtrexx auch als günstige hardwarebasierte Variante erhältlich.
Veraltete Systeme werden zum Risiko
Viele Unternehmen setzen noch immer auf ältere Telefonielösungen. Solange diese zuverlässig funktionieren, scheint ein Wechsel zunächst nicht zwingend notwendig. Doch gerade bei Systemen, deren Support ausgelaufen ist oder für die keine regelmäßigen Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt werden, entsteht ein wachsendes Risiko. Neue Schwachstellen können nicht mehr geschlossen werden, während Angreifer immer schneller auf bekannte Sicherheitslücken reagieren.
Die Folgen können erheblich sein. Wird eine geschäftskritische Kommunikationslösung kompromittiert oder fällt sie aus, entstehen nicht nur technische Aufwände. Hinzu kommen Kosten für Forensik, externe Dienstleister, den Neuaufbau von Systemen, mögliche Betriebsunterbrechungen, Reputationsschäden oder höhere Versicherungsprämien. Auch für Reseller und ITK-Partner können solche Vorfälle aufwendig werden, etwa durch ungeplante Notfalleinsätze, gebundene Kapazitäten oder zusätzliche Abstimmungen mit betroffenen Kunden.
Wie relevant die Sicherheit von Kommunikationslösungen ist, zeigte sich unter anderem im Fall eines kompromittierten PBX-Anbieters im Jahr 2023. Dabei wurden offizielle Updates für Windows- und macOS-Clients manipuliert*. Betroffen waren zahlreiche Unternehmenskunden weltweit. Der Vorfall machte deutlich, dass selbst etablierte Kommunikationsumgebungen zum Einfallstor werden können, wenn Angreifer Lieferketten, Updateprozesse oder zentrale Softwarekomponenten ins Visier nehmen.
Patchmanagement ist Teil der Unternehmensverantwortung
Sichere Businesskommunikation endet deshalb nicht bei der Auswahl einer Telefonielösung. Entscheidend ist auch, wie Systeme betrieben, aktualisiert und überwacht werden. Patchmanagement wird damit zu einer Aufgabe, die klare Zuständigkeiten, dokumentierte Prozesse und ein vollständiges Inventar der eingesetzten Systeme erfordert.
Hinzu kommen regulatorische Anforderungen. Mit Blick auf den Cyber Resilience Act und die NIS-2-Richtlinie gewinnt die Updatefähigkeit eingesetzter Systeme weiter an Bedeutung. Unternehmen müssen nachweisen können, dass ihre Infrastruktur dem Stand der Technik entspricht und bekannte Risiken angemessen adressiert werden. Moderne Kommunikationslösungen sollten deshalb nicht nur funktional überzeugen, sondern auch langfristig sicher betrieben werden können. Mit dem Blick auf eben diese Anforderungen hat der norddeutsche Hersteller Auerswald die COMtrexx entwickelt. Die Lösung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Kommunikationsinfrastruktur zeitgemäß aufzustellen und zugleich die Grundlage für einen sicheren, nachvollziehbaren und effizienten Betrieb zu schaffen.
COMtrexx 2.6 unterstützt Proxmox VE
Mit Version 2.6 erweitert Auerswald die Einsatzmöglichkeiten der COMtrexx um die Kompatibilität mit Proxmox VE. Damit steht neben Microsoft Hyper-V, VMware ESXi by Broadcom und Oracle VirtualBox für Test- und Evaluierungszwecke ein weiterer Hypervisor zur Verfügung. Die Unterstützung von Proxmox VE, entwickelt in Österreich, stärkt nicht nur die technische Flexibilität, sondern auch die digitale Souveränität. Gerade für Unternehmen, die Abhängigkeiten von einzelnen internationalen Anbietern reduzieren möchten, wird die Wahl der eingesetzten Plattform zunehmend strategisch relevant.
Proxmox VE trägt in Kombination mit dem Proxmox Backup Server außerdem zu einem höheren Schutzniveau bei. Versionsbasierte und schwer manipulierbare Backups unterstützen Unternehmen dabei, sich besser gegen Ransomware und andere Angriffe abzusichern. Sollte es zu einem Ausfall kommen, helfen Hochverfügbarkeitsfunktionen dabei, die COMtrexx auf einem anderen Node automatisch wieder zu starten und die Business-Continuity zu unterstützen. Für die Sprachkommunikation sind zudem Funktionen wie VLANs, Quality of Service und Software-defined Networking von Bedeutung. Sie ermöglichen eine saubere Trennung von Voice-Netzen und tragen dazu bei, Kommunikationsdienste stabil und sicher zu betreiben.
Der Betrieb wird kostengünstiger
Neben Sicherheit und Souveränität spielen auch wirtschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle. Mit der Unterstützung von Proxmox VE kann der Betrieb der COMtrexx in vielen Szenarien kostengünstiger gestaltet werden. Im Vergleich zu VMware-ESXi-Umgebungen lassen sich jährliche Kosten reduzieren, da Proxmox VE auf einem Open-Source-Modell mit Socket-Subscription basiert und keine Zählung einzelner virtueller Maschinen erforderlich ist. Auch Funktionen wie Clusterbetrieb, Hochverfügbarkeit oder Software-defined Networking sind in vielen Fällen bereits über die Subscription abgedeckt. Dadurch verringert sich der Gesamtaufwand für Lizenzierung, Verwaltung und Betrieb. Für Unternehmen und Reseller entsteht so eine zusätzliche Option, moderne Businesskommunikation sicher, flexibel und wirtschaftlich zu betreiben.
Einfacher Wechsel auf eine moderne Lösung
Trotz wachsender Bedrohungen und steigender regulatorischer Anforderungen zögern viele Unternehmen den Wechsel auf moderne Kommunikationslösungen hinaus. Häufig liegt das weniger an fehlendem Problembewusstsein als an der Sorge vor Aufwand, Unterbrechungen oder Fehlern bei der Migration. Auerswald unterstützt seine Partner deshalb mit einem eigenen Migrationstool. Es reduziert die Anfälligkeit für Übertragungsfehler und reduziert den zeitlichen Aufwand um rund 80 Prozent. Bestehende Konfigurationen lassen sich dadurch effizienter übertragen, sodass Reseller ihre Kunden schneller und sicherer beim Umstieg begleiten können. Gerade im Mittelstand ist das ein wichtiger Vorteil. Denn viele Unternehmen benötigen Lösungen, die nicht nur technisch leistungsfähig sind, sondern auch pragmatisch eingeführt und langfristig verlässlich betrieben werden können.
Moderne Businesskommunikation braucht Sicherheit
Businesskommunikation ist heute mehr als Telefonie. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensprozesse und muss entsprechend sicher, verfügbar und zukunftsfähig sein. Mit dem COMtrexx Release 2.6 erweitert Auerswald die Möglichkeiten für einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb moderner Kommunikationsinfrastrukturen. Die Unterstützung von Proxmox VE verbindet technische Flexibilität, digitale Souveränität, Hochverfügbarkeit und Kostenvorteile. Damit bietet COMtrexx eine passende Grundlage für Unternehmen, die ihre Businesskommunikation nicht nur funktional, sondern auch zukunftssicher aufstellen möchten.
* https://medien.bsi.bund.de/lagebericht/de/vorinstallierte-schadsoftware-auf-iot-geraeten/
Redaktioneller Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei dem vorliegenden Text auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.
Wir bei Auerswald gehören zu den führenden deutschen Herstellern von innovativen Kommunikationslösungen für VoIP-Infrastrukturen. Unsere Produkte produzieren wir dabei ausschließlich an unserem Hauptsitz in Cremlingen bei Braunschweig.
Wollen Sie mehr über Auerswald und unsere Lösungen erfahren? Dann klicken Sie hier!
Kommentare
Keine Kommentare