Clever Blog

Routerfreiheit! – Das ist bei der freien Routerwahl wichtig

Routerfreiheit! – Das ist bei der freien Routerwahl wichtig

Seit dem 1. August 2016 ist das neue TK-Endgerätegesetz in Kraft, in dem die sogenannte Routerfreiheit verankert ist. Jeder Kunde kann jetzt selbst entscheiden, welches Endgerät er an seinem Anschluss einsetzen will. Der Anbieter ist verpflichtet, die Zugangsdaten für Voice over IP zur Verfügung zu stellen.

Bisher haben einige Provider ihren Kunden keine Wahl gelassen. Auskunft über Zugangsdaten? – Fehlanzeige! Die Daten wurden bereits providerseitig in die zu verwendenden Router einprogrammiert, womit sich der Umstieg auf providerfremde Geräte schwierig beziehungsweise als unmöglich gestaltete. Jedoch handelte es sich dabei um einen Einschnitt in die Wahlfreiheit, da der Router nicht der Netzinfrastruktur des Providers zuzuordnen ist, sondern zum Netzwerk des Nutzers gehört. Im November 2013 kam langsam Bewegung in die Thematik. Wir hatten darüber vor längerer Zeit berichtet.

Vorteile der Routerfreiheit

Durch die neue Endgerätefreiheit ergeben sich gerade für Endkunden aus dem geschäftlichen Bereich zahlreiche neue Möglichkeiten – insbesondere hinsichtlich Sicherheit und individueller Konfiguration. Fest vorgeschriebene Gateways, die z. B. je nach unterstütztem Codec einen enormen Flaschenhals für ITK-Lösungen darstellen, gehören der Vergangenheit an. Die Zugangsdaten des Providers können in das ITK-System eingetragen und eine direkte Kommunikation mit dem Carrier hergestellt werden. Alle technischen Merkmale, die dieser bereitstellt, können unmittelbar über das ITK-System gesteuert werden. Außerdem entfallen die Gerätemietkosten und die Neuinstallation beim Providerwechsel. Auch die Netzwerkkonfiguration muss nicht neu erstellt werden. Funktionserweiterungen und Sicherheitspakete stellt der Routerhersteller in Form von Updates in der Regel kostenlos zur Verfügung.

Routerfreiheit heißt, wie der Name schon sagt, freie Wahl des Routers. Doch wer die Wahl hat, hat oft die Qual. Der Router ist die Grundlage für einen sicheren Zugang ins Internet. Es gibt zahlreiche Geräte am Markt, die sich in Hinblick auf Leistung, Funktionsumfang und Sicherheit unterscheiden. Daher sollte man sich vorher genau überlegen, welche Spezifikationen für sich selbst wichtig sind. Auch wenn man bereits seit Jahren Kunde eines Internetanbieters ist, ist er seit dem 1. August 2016 dazu verpflichtet, Zugangsdaten auf Anfrage herauszugeben, um einen Routerwechsel zu ermöglichen. Bei neuen Verträgen muss er diese sogar unaufgefordert und kostenfrei in Textform zur Verfügung stellen. Aber Achtung: Für den technischen Support des Routers ist immer der Hersteller und nicht der Internetanbieter verantwortlich.

Auerswald begrüßt Abschaffung des Routerzwangs

Auerswald engagiert sich seit mehr als drei Jahren für die Routerfreiheit. Wir haben uns 2013 mit 22 anderen namhaften ITK-Herstellern zusammengeschlossen, um die Forderung der freien Routerwahl zu unterstützen. Daher freut es uns umso mehr, dass die Verbraucher jetzt freie Hand bei der Wahl der Endgeräte haben. Um die Einrichtung zu erleichtern, bieten wir unseren Kunden zahlreiche Anbieterkonfigurationen von VoIP-Providern als fertige Profile zum Download an. Über 50 Provider-Templates sind stets aktualisiert auf unserer Webseite zu finden – nicht nur für Deutschland, auch für Österreich, Schweiz, Dänemark, Schweden und Griechenland.

← Thema VoIP: Lasst uns über IP-Telefonie sprechen Abschaffung der Störerhaftung - Hintergründe und Auswirkungen →

Ihr Kommentar

Bitte alle Felder mit einem * ausfüllen