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Release 6.4 überzeugt mit neuen Funktionen

Release 6.4 überzeugt mit neuen Funktionen

Es ist wieder an der Zeit für ein neues Release für die COMmander 6000 und COMpact 5000-Familie. Die Version 6.4 überzeugt mit neuen Funktionen, zentrales Feature ist das SIP-Komfortpaket. Schauen wir uns den Inhalt etwas genauer an:

SIP-Komfortpaket

BLF – Busy Lamp Field
Mit dem Belegtlampenfeld ist die Überwachung des Belegtzustandes von internen Teilnehmern, Gruppen, Wartepositionen der offenen Rückfrage, Voicemail- und Faxboxen sowie von Türstationen möglich. Abhängig vom verwendeten Endgerät, wird auch die Pick-up-Vorabfrage, also das Anzeigen des eigentlichen Anrufers vor dem Heranholen des Rufes, unterstützt. Unsere schnurgebundenen Systemtelefone COMfortel 1400 IP, 2600 IP, 3200 und 3500 unterstützen das Belegtlampenfeld bereits über das proprietäre Systemtelefonprotokoll und zusätzlich auch über SIP-BLF. Für diese Telefone ist eine Freischaltung der Funktion im ITK-System nicht nötig. Werden also unsere auf Android basierende IP-Systemtelefone betrieben, stehen beide Wege des Belegtlampenfelds zur Verfügung.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Ein COMfortel 3500 wird als Systemtelefon an einem lokal installierten COMmander 6000 betrieben. Zusätzlich kann dieses Telefon über einen Standard-SIP-Account an einer entfernten COMpact 5000 angemeldet werden. Jetzt können die Teilnehmer beider Anlagen auf die Xtension-Tasten gelegt und deren Belegtzustand überwacht werden. IP Telefone anderer Hersteller unterstützen diese Funktion erst nach Freischaltung des SIP-Komfortpakets in der Anlage.

MWI- Message Waiting Indication
MWI ermöglicht die Überwachung der Nachrichtenboxen des zentralen Voicemail- und Faxsystems. Je nach Endgerät wird auch die Anzahl neuer Nachrichten dargestellt. Genau wie bei BLF wird diese SIP-Komfortfunktion für unsere IP-Systemtelefone COMfortel 1400 IP, 2600 IP, 3200 und 3500 nicht benötigt.

Pick-up-Vorabfrage für Standard-SIP-Telefone
Beim Pick-up geht es um die Gesprächsübernahme eines Rufs an einen Teilnehmer der Telefonanlage durch einen anderen internen Teilnehmer. Bei der Pick-up-Vorabfrage kann ein Teilnehmer vor Ausführen eines Pick-up‘s sehen, um welchen Anrufer es genau geht. Der Teilnehmer hat dann die Möglichkeit, auf Basis der Rufnummer des Anrufers zu entscheiden, ob er den Ruf heranholt oder nicht. Voraussetzung hierfür ist, dass der angerufene Teilnehmer oder die angerufene Gruppe die Berechtigung für „Pick-up-Vorabfrage und Monitoring“ aktiviert hat. Auch hier gilt: Diese Funktion kann mit unseren IP-Systemtelefonen COMfortel 1400 IP, 2600 IP, 3200* und 3500* kostenfrei genutzt werden, für Geräte fremder Hersteller wird sie mit dem SIP-Komfortpaket kostenpflichtig freigeschaltet.

* Die Endgeräte COMfortel 3200 und 3500 müssen als Standard-SIP-Telefon an den Systemen registriert werden.

Textmessages für IP-System- und Standard-SIP-Telefone
Das SIP-Textmessages ermöglicht das Versenden von Textnachrichten zwischen SIP-Endgeräten innerhalb des ITK-Systems. Nachrichten können dabei gezielt an einen Teilnehmer und auch an Gruppen versendet werden. Dieses Feature spielt im Bereich Alarmserver-/Rufsysteme, die als interner SIP-Teilnehmer am ITK-System angemeldet werden können, eine wesentliche Rolle. Alarmierungen können so per Ruf und Textsignalisierung an die Teilnehmer und Gruppen abgesetzt werden.

Ein Beispiel ist hier das neue Rufsystem 834+ von Gira, mit deren Kooperation wir diesen Standard in die Systeme implementiert haben. Zusätzlich können auch mit kompatiblen Endgeräten in der Rufphase zusätzlich Textnachrichten angezeigt werden. Diese Funktion ist für Geräte fremder Hersteller und auch unserer eigenen IP-Systemtelefone kostenpflichtig mit dem SIP-Komfortpaket erhältlich.

Weitere Features

Systemsicherheit spielt bei uns immer eine wichtige Rolle. Bösewichte und Angreifer schlafen nicht und sind stets auf dem neuesten Stand. Wir wollen immer einen Schritt voraus sein und arbeiten daher unaufhörlich an der Systemsicherheit unserer Produkte. Mit diesem Release 6.4 haben wir z.B. die IP-Sperrliste verbessert. Auch bei abgeschalteter IP-Sperrliste bleibt jetzt die Angriffserkennung aktiv. Wird ein Angriff klar vom System erkannt, wird die IP-Sperrliste automatisch eingeschaltet. Weiterhin wurde die Prüfung der PIN für die Fernabfrage der Voicemailboxen des zentralen Voicemail- und Faxsystems zusätzlich mit einer Zeitsperre versehen. Was bedeutet das? Es wird wie bisher nach den ersten drei Fehlversuchen die Verbindung zum Anrufer beendet. Zusätzlich wird jetzt auch die Zeit zwischen den Login-Versuchen ausgewertet und die entsprechende Voicemailbox drei Minuten für die Fernabfrage gesperrt.

Weiterhin haben wir für SIP-Provider Änderungen in der VoIP-Integration vorgenommen, die unsere Systeme kompatibel zu SIPconnect 1.1 machen. Dies beinhaltet u. a. auch die Unterstützung der Funktion CLIP no screening für SIP-Trunks. Bei Rufumleitungen über einen Gesprächskanal des ITK-Systems ist es nun möglich, die Rufnummer des Anrufers (falls übermittelt) am Umleitungsziel anzuzeigen. Diese Funktion ist nur bei ISDN-TK-Anlagen- und VoIP-Anschlüssen möglich, die die Funktion CLIP no screening unterstützen.
Auch LCR über VoIP ist mit dem Release 6.4 kein Problem mehr. Man kann über einen VoIP-Provider, der die Funktion unterstützt, Least Cost Rounting (LCR) durchführen. Die Einstellung kann über Öffentliche Netze -> Voice over IP (VoIP) -> Accounts -> LCR vorgenommen werden.

Funktionen speziell für die COMmander 6000-Familie

Zentrales Voicemailsystem im Grundausbau
Von unseren Usern auf Clever Ideas mit einer sehr hohen Stimmenanzahl gefordert: ein zentrales Voicemailsystem für den COMmander 6000 im Grundausbau. Mit diesem Release wird dieser Vorschlag realisiert. Funktional gesehen ist es wie das VMF-(R-)Modul, jedoch ohne Faxfunktionen, mit weniger Kanälen und Voicemailboxen. Die Sprachnachrichten werden auf einem USB-Stick, der auf die CPU-Platine gesteckt wird, aufgezeichnet. Der Funktionsumfang im Grundausbau enthält 4 Voicemailboxen für Teilnehmer bzw. Gruppen sowie insgesamt 3 Kanäle, pro Funktion (VoIP extern, VoIP intern, Voicemail) stehen max. 2 Kanäle zur Verfügung.

Zum besseren Verständnis einige Beispiele:

  • 2 x VoIP intern und 1 x Voicemail
  • 1 x VoIP intern und 2 x Voicemail
  • 2 x VoIP extern und 1 x Voicemail
  • 0 x VoIP intern/extern und 2 x Voicemail

Hierbei ist zu beachten, dass keine Migration auf das Voicemailsystem des COMmander VMF-(R-)Modul möglich ist. Gespeicherte Ansagen und Nachrichten können bei einem Wechsel auf das „große“ System nicht mitgenommen werden.

Unterstützung von a/b- und VoIP-Türstationen
Türstationen, die als a/b- oder VoIP-Teilnehmer am ITK-System betrieben werden, sind nun auch als Türstation im Gesamtsystem als eigene Geräteart integriert und bekannt. Die Inbetriebnahme wird durch Gerätevorlagen deutlich vereinfacht. Funktionen wie das Öffnen der Tür oder das Durchschalten des Audioweges werden automatisch vom ITK-System ausgeführt. Die Nachwahl von herstellerspezifischen Zahlencodes ist nicht mehr nötig. In den schnurgebundenen Systemtelefonen werden Funktionen im Kontext zur Tür automatisch im Display für Touch- oder Softkey-Bedienung angeboten.

Folgende Türstationen werden bereits mit fertigen Vorlagen unterstützt:

  • Auerswald TFS-Universal Plus
  • Auerswald TFS-Dialog 20x/30x
  • Behnke SIP-Türmodul
  • Ritto TwinBus TK-Adapter a/b
  • Siedle DCA650-02 mit Tastenmodul BTM 650-01
  • StentofonBaudisch SIP-Türmodul
  • TCS FBI610x

Unterstützung von IP-Schaltrelais
Bisher unterstützte die COMmander 6000-Serie ausschließlich die max. 24 Schaltrelais des COMmander 2TSM-(R-)Moduls. Ab dieser Version werden auch sogenannte IP-Schaltrelais (Aktoren) unterstützt. Insgesamt stehen weiterhin 24 Schaltrelais zur Verfügung, die sich nun aber aus den Schaltrelais der 2TSM-(R-)Module und den IP-Schaltrelais (Aktoren) zusammensetzen können. Bei den IP-Schaltrelais handelt es sich um Relais bzw. Geräte, die über das IP-Netzwerk geschaltet werden können. Der COMmander 6000 sendet hierzu http-Requests an das zu schaltende Gerät. Der Befehl zum Schalten der Relais erfolgt weiterhin über Situationen wie die Konfigurationsumschaltung, bei Anruf eines Teilnehmers oder direkt vom internen Teilnehmer aus. Folgende Geräte werden bereits mit fertigen Vorlagen unterstützt:

Verbesserungen

Mit der neuen Firmware wurde der integrierte LDAP Server optimiert und beschleunigt. Des Weiteren wird nun an VoIP-Anschlüssen der Deutschen Telekom die Funktion „clear audio“ unterstützt und so das reibungslose Empfangen und Versenden von Faxnachrichten gewährleistet.

 

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5 Kommentare

  1. Michael Horn (AFH)
    11. September 2014 um 12:27

    Hallo Juliane,

    im „Clever Ideas“ hattest du am 23.07.2014 eine Umsetzung mit der 6.4 einer Idee angekündigt:

    „Rufnummernübermittlung bei Anrufweiterschaltung“ „Vielen Dank für diese Idee! Der Vorschlag wird mit dem Release 6.4 für COMpact 5000 und COMmander 6000 umgesetzt.“

    Diese unheimlich wichtige Funktion wurde allerdings nicht wie gedacht umgesetzt, bei Mehrgeräteanschlüssen fehlt das Feature immer noch? Das können andere Anlagenhersteller seit Jahren und wir AFH bettel ebenfalls seit Jahren, das sich hier was tun muss. BEsipielsweise ist es derzeit nicht möglich, mit einem 3500er und der Bluetooth-Geräteüberwachung anständig umzuleiten – was nützt einem denn diese Funktion, wenn man immer seine eigene (Festnetz-) Nummer angezeigt bekommt? Man kann die umgeleiteten Anrufe nicht zurückrufen, auf der (Mobilfunk-)Mailbox wird ebenfalls die falsche Nummer angezeigt!

    Das ist echt enttäuschend!


    • Auerswald
      15. September 2014 um 14:48

      Hi Michael,
      die Rufnummernübermittlung bei einer Anrufweiterschaltung zu beeinflussen ist an ISDN-Anschlüssen nur mit dem Dienstmerkmal „CLIP no screening“ möglich.
      Dieses Merkmal steht bei ISDN jedoch nur für den TK-Anlagenanschluss zur Verfügung. Bei Mehrgeräteanschlüssen wird es von den Netzbetreibern leider nicht unterstützt.

      Beste Grüße,
      Juliane


  2. Markus Heisig
    29. Oktober 2014 um 23:52

    Leider funktioniert die Signalisierung der Relaisfunktionen (z.B. Türöffnen) beim 2TSM Modul auf der 1.Tastenebene der Systemtelefone nicht mehr. Meine Kunden sind darüber „not amused“

    Bei der Kombination COMPact 5000 und 2600IP kommt es trotz aktueller Firmware weiterhin zu einem störenden Echo wenn die Gespräche länger als 2-3 Minuten dauern.


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