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Firmware 7.2 – Level up your system

Firmware 7.2 – Level up your system

Was kann das Update für die Auerswald TK-Anlagen?

Die Firmware-Version 7.2 ist veröffentlicht und steht ganz im Zeichen von „Open for more business“. Neben etlichen Verbesserungen, die vor allem Vieltelefonierer in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, gibt es etliche spannende Neuerungen für Geschäftskunden.

Wie man es bisher nur von den Systemtelefonen von Auerswald gewohnt war, können jetzt auch Geräte anderer Hersteller (z.B. Yealink oder Snom) einfach in Betrieb genommen werden und bieten eine Auswahl der wichtigsten Systemfunktionen.

Auch dieses Upgrade wird es wieder kostenfrei für die vorhandenen ITK-Systeme von Auerswald geben – das verstehen wir unter Nachhaltigkeit.

Die Neuerungen im Einzelnen:

Auto-Provisioning: Öffnung für Händler von Endgeräten anderer Hersteller

Wenn die SIP-Endgeräte und die ITK-Systeme von unterschiedlichen Herstellern kommen, ist die Inbetriebnahme meist mit Mehrarbeit verbunden. Wir erleichtern nun die Integration von SIP-Telefonen unterschiedlicher Hersteller (z.B. Snom oder Yealink) an unseren Anlagen. Wie? Mit Auto-Provisioning: Das Fremd-Telefon findet die Auerswald Anlage, die Anlage sendet die passende Konfiguration und los geht’s! Das spart dem Installateur Zeit, Geld und Nerven. Aber auch die Anwender profitieren, da aktuelle Änderungen später auf diesem Weg einfach und schnell erfolgen können.

Doch auch im Betrieb werden diese Telefone besser unterstützt. Wichtige Systemfunktionen wie das Umschalten von Konfigurationen (Tag-/Nachtschaltung) erfolgt per Taste am Telefon, wobei die aktive Option per LED signalisiert wird. Damit kann man sehr übersichtlich mit einem Blick erfassen, welche Option gerade aktiviert ist.

Händler können nun die Endgeräte ihrer Wahl weiterhin verbauen, ohne sich umgewöhnen zu müssen und trotzdem die Vorteile eines Auerswald ITK-Systems einfacher und sinnvoller in ihre Gesamtlösungen integrieren.  Aber auch Auerswald Händler profitieren davon. Es ist jetzt deutlich besser machbar, den Kundenwunsch nach bestimmten Endgeräten erfüllen, da sich die Geräte anderer Hersteller viel einfacher integrieren lassen als bisher.

Einzige Voraussetzung für die Nutzung dieser Vorteile ist die Systemfreischaltung „SIP Komfortpaket brand plus“, die über den Onlineshop erworben werden kann. Diese ist dann anlagenweit für alle SIP-Endgeräte verfügbar. Bei der Nutzung von Auerswald Endgeräten ist diese Funktionalität bereits kostenfrei inkludiert.

Sicherer Schutz vor Hackerangriffen

Durch VoIP-Ämter und Internetzugang sind die TK-Anlagen mittlerweile stärker Angriffen von außen ausgesetzt. Immer neue Angriffe erfordern mitwachsende Sicherheitsmaßnahmen. Die Firmware 7.2 bietet jetzt einen ganz neuen Sicherheitslevel.

Da die Angreifer typischerweise die Zugangsdaten nicht kennen, bestehen die Angriffe aus etlichen Fehlversuchen. Mit der neuen Firmware-Version quittiert das ITK-System eine bestimmte Anzahl von Fehlversuchen mit Sperrzeiten – bei allen PIN-Eingaben. Nach 3 vergeblichen Versuchen ist es zunächst nur 1 Minute; aber wenn es mehr werden, steigert sich die Sperrzeit auf etliche Stunden. Da laufen selbst Brute-Force-Angriffe von automatischen Systemen ins Leere.

Bisher gab es für den externen Zugang eine PIN, die allen Nutzern bekannt war – auch denen, die die Firma verlassen haben. Nun wurde für alle teilnehmerrelevanten Funktionen eingeführt, dass individuelle PINs genutzt werden, die sich dadurch bei Bedarf auch einfacher ersetzen lassen. Wer noch etwas mehr Sicherheit möchte, kann nun auch den Zugriff auf den Webserver des ITK-Systems – also die Konfiguration – auf das lokale Netzwerk beschränken.
All diese Ereignisse werden natürlich mit allen relevanten Daten im Syslog des Systems gespeichert und können jederzeit abgerufen werden. Daneben wird automatisch eine Benachrichtigung per E-Mail an den Administrator versandt.

Diese Maßnahmen helfen allen Nutzern und damit auch den Installateuren. Da sich hierdurch der Schutz vor Missbrauch auf Basis von teuren 0900-Nummern und Anrufen ins Ausland verbessert, steht man nicht mehr vor dem Problem drastisch überhöhter Telefonrechnungen.

Anmerkung: Auch die besten Sicherheitsvorkehrungen helfen nur dann, wenn sie richtig genutzt werden: Die Vergabe von PINs wie „1234“ ist praktisch eine Einladung für Missbrauch. Hier hängt viel vom Nutzer und/oder dem Administrator ab.

Call Deflection: Neue Anrufweiterschaltung integriert

Die Geschäftskundenanschlüsse der Telekom (Deutschland-LAN) bieten jetzt auch die Anrufweiterschaltung im Netz auf Basis der Funktion „Call Deflection“. Hierbei teilt das TK-System dem VoIP-Netz während des eingehenden Anrufs mit, dass der Anruf nicht angenommen wird, sondern stattdessen direkt an eine bestimmte Rufnummer geleitet werden soll. Der Anruf landet daher gar nicht erst in der Anlage.
Rufumleitung per „Call Deflection“ bietet mehrere Vorteile. Zum einen werden dadurch keine Kanäle in der Anlage belegt wie bei der Option „Nutze 2. Kanal“. Und es ist gewährleistet, dass die Rufnummer des Anrufenden am Umleitungsziel angezeigt wird.

Dies macht Firmen mit Mitarbeitern, die viel extern unterwegs sind (z.B. im Bereich Service oder Vertrieb), die Arbeit deutlich leichter. Die Umleitung kann beim Verlassen des Büros einfach eingerichtet werden und verpasste Anrufer ohne Probleme zurückgerufen werden.

Höchste Audioqualität mit G.722

Die Hürden sind genommen: Nachdem die Auerswald Telefone bereits die deutlich bessere Sprachübertragung mittels Wideband Audio unterstützen, bieten dies jetzt auch die ITK-Systeme von Auerswald. Für die TK-Anlagen COMpact 4000, 5200 und 5500 wurde der Codec G.722 implementiert.
Um dies nutzen zu können, wird in der Anlage der Codec G.722 als erste Wahl an die Spitze der Codec-Liste gesetzt. Dieser hochoptimierte Codec nutzt das doppelte Spektrum bei nahezu der gleichen zu übertragenden Datenmenge. Die Verständlichkeit gewinnt dadurch immens. Wo es also bei Telefonaten auf Feinheiten ankommt, Anrufer normalerweise eher leise reden oder häufig Konferenzen genutzt werden, ist diese Einstellung die richtige Wahl. Intern lässt sich diese Option jederzeit nutzen, sofern die beiden Endgeräte dies unterstützen.

Dynamisches Call Handling für ACD-Gruppen

Die ITK-Systeme von Auerswald zeichnen sich bereits seit Längerem durch gute Funktionalität im Bereich Call Handling bei hohem Anrufvolumen (ACD) aus und mit der Firmware 7.2 wieder erweitert:
Wenn eine Gruppe sechs Mitglieder hat, also für sechs gleichzeitige Gespräche ausgelegt ist, klingelte z.B. der vierte Ruf bis zum Abwurf, wenn nur drei Mitglieder eingeloggt waren. Dies führte bei den Anrufern zu dem Eindruck, dass man dort nicht ans Telefon geht. Nun passt sich die Funktion „Busy-on-busy“ automatisch der Anzahl der eingeloggten Mitglieder an und es führt zu einem Besetzt, wenn alle verfügbaren Call Agents im Gespräch sind.

Einfachere Nutzung der Sperrlisten

Viele kennen es: nervige Anrufer, die einem etwas verkaufen wollen oder einen Riesengewinn in Aussicht stellen. Dafür haben die ITK-Systeme von Auerswald die Sperrliste für eingehende Anrufe. Diese mit den entsprechenden Rufnummern zu befüllen, geht nun besonders einfach: Man ruft die zentrale Gesprächsliste in der Anlage auf und findet neben der Rufnummer einen Button: Einfach drücken, Sperrliste auswählen, fertig! Diese Rufnummer wird nun abgewiesen.

Weitergehende Informationen

Die neuen Inhalte der Version 7.2 werden in den Fachhändler-Seminaren ab September 2018 berücksichtigt. Für Auerswald-Insider empfehlen wir das Auffrischungsseminar Q3, um sich mit den neuen Themen vertraut zu machen.

Mehr Informationen zum Update? Hier geht’s zum Changelog.

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